Ausgangssituation
Die bestehende IT-Landschaft eines Automobilzulieferers war über Jahre gewachsen und stark an den zentralen Bürostandort gebunden. Wichtige Systeme, Daten und Anwendungen liefen an einem Ort zusammen. Diese Architektur verursachte nicht nur steigende Betriebs- und Wartungskosten, sondern schuf auch einen kritischen Single Point of Failure für Büro, Lager und Verwaltung.
Geschäftskritische Anwendungen wie ERP, WMS und EDI waren zwar im Einsatz, stießen jedoch zunehmend an technische und organisatorische Grenzen. Die Infrastruktur war schwer zu modernisieren und ließ sich wirtschaftlich kaum noch weiterentwickeln.
Der Ansatz
Anstatt die bestehende Umgebung eins zu eins zu übernehmen, wurde die IT-Architektur grundlegend neu gedacht. Ziel war eine Plattform, die Ausfallsicherheit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit miteinander verbindet.
Identitäts- und lokale Dienste verbleiben dort, wo sie sinnvoll sind. Zentrale Anwendungen und Rechenressourcen wurden in einen Cloud-Hub verlagert, der mehrere Standorte miteinander verbindet. Büro, Lager und mobile Arbeitsplätze greifen heute über abgesicherte Verbindungen auf dieselbe Plattform zu, unabhängig vom jeweiligen Internetanschluss.
Besonderes Augenmerk lag auf der Reduzierung technischer Abhängigkeiten. Kritische Dienste wurden entkoppelt, Daten zusätzlich abgesichert und die Architektur so gestaltet, dass einzelne Ausfälle nicht mehr den gesamten Betrieb beeinträchtigen.
Umsetzung
- Entwicklung einer modernen Cloud-Zielarchitektur mit schrittweiser Migration
- Vernetzung von Büro, Lager und mobilen Arbeitsplätzen über einen zentralen Cloud-Hub
- Modernisierung der Plattform für ERP-, WMS- und EDI-Anwendungen
- Reduzierung von Single Points of Failure durch eine belastbare und verteilte Infrastruktur
- Backup- und Recovery-Konzept mit lokaler Wiederherstellung und geografisch getrennter Datensicherung
- Monitoring und Betriebsüberwachung für einen stabilen und proaktiven Betrieb
- Vollständige Migration der Systeme, Daten und Anwendungen ohne ungeplante Ausfallzeiten
- Eigenständige Koordination und Abstimmung mit bestehenden Dienstleistern während des gesamten Projekts
Ergebnis
Heute arbeiten drei Standorte über eine gemeinsame Plattform zusammen, die deutlich widerstandsfähiger, moderner und einfacher zu betreiben ist als die vorherige Umgebung.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Deutlich reduzierte Abhängigkeit von einzelnen Systemen und Standorten
- Weniger Single Points of Failure im laufenden Betrieb
- Höhere Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit geschäftskritischer Anwendungen
- Schnellere und reaktionsstärkere Arbeitsabläufe im Tagesgeschäft
- Moderne Infrastruktur mit hoher Skalierbarkeit für zukünftiges Wachstum
- Planbare monatliche Kosten durch ein umfassendes Managed-Service-Modell
- Kontinuierliche Betreuung, Weiterentwicklung und Betrieb aus einer Hand
- Vollständige Migration ohne Betriebsunterbrechung oder Produktionsausfälle
Fazit
Die Modernisierung war mehr als eine technische Migration. Sie ersetzte eine gewachsene, stark zentralisierte Büro-IT durch eine moderne Service-Plattform mit höherer Verfügbarkeit, geringeren Risiken und klar kalkulierbaren Betriebskosten.
Besonders wichtig: Die Transformation erfolgte ohne ungeplante Ausfallzeiten. Während des gesamten Projekts wurden bestehende Dienstleister eigenständig koordiniert, technische Abhängigkeiten aufgelöst und die Umsetzung proaktiv vorangetrieben. Das Ergebnis ist eine leistungsfähige IT-Infrastruktur, die den laufenden Betrieb zuverlässig unterstützt und gleichzeitig die Grundlage für zukünftiges Wachstum schafft.